Das Open Directory Projekt (ODP): Das auch unter dem Namen DMOZ (Directory of Mozilla) bekannte Webverzeichnis wurde unter dem Namen `Gnuhoo´ gegründet. Später wurde dieser aufgrund rechtlicher Probleme in `Newhoo´ geändert. 1998 wurde das Verzeichnis von Netscape gekauft und als `Open Content Projekt´ unter dem heute bekannten Namen veröffentlicht. Die offene Struktur, bei der sich jeder als Editor beteiligen kann, sorgte dafür, dass das Verzeichnis schnell wuchs und an Bedeutung gewann. Durch die vielen freiwilligen Mitarbeiter war die Wartezeit bis zur Aufnahme einer neuen Seite gegenüber anderen Verzeichnissen relativ kurz. Auch die Qualität und Aktualität der Links war lange Zeit unübertroffen. Eine Aufnahme in das Verzeichnis galt als besondere Auszeichnung für eine Webseite. Die Suchmaschinen nutzten die Beschreibungen des ODP für ihre Ergebnisse und listeten eingetragene Seiten höher als andere. Noch heute bezeichnet sich DMOZ mit mehr als 5 Millionen Einträgen als das größte redaktionell geführte Webverzeichnis der Welt.
Sowohl die Aktualität als auch die Qualität der Links hat jedoch zwischenzeitlich, vor allen Dingen aufgrund von technischen und organisatorischen Problemen, nachgelassen. Nach wie vor ist ein Eintrag jedoch von hoher Bedeutung, da viele Suchmaschinen ihn sehr positiv bewerten...
Das Yahoo Verzeichnis: Das Yahoo Verzeichnis entstand 1994 als Navigationshilfe für das Internet und war der eigentliche Grundstein des heutigen Unternehmens. Im Augenblick ist das Verzeichnis jedoch lediglich ein Bestandteil des gesamten Internetportals. Neue Einträge werden wenn überhaupt nur noch gegen Bezahlung in US-Dollar vorgenommen. Einige Experten befürchten, dass das Yahoo Verzeichnis schon bald aufgrund mangelnder Qualität und Aktualität eingestellt werden könnte.
Web.de: Das Internetportal Web.de ist genau wie Yahoo als Webverzeichnis gestartet. 2005 wurde die Web.de AG an den United-Internet Konzern verkauft. Das Verzeichnis enthält ca. 400.000 zumeist deutschsprachige Seiten. Mittlerweile ist ein Eintrag in das Verzeichnis ebenfalls nur noch gegen Bezahlung möglich.
allesklar.de: Dieser Katalog ist das größte Linkverzeichnis in Deutschland. Mehr als 600.000 Einträge sind zumeist mit Ortsbezug in verschiedene Kategorien eingeordnet. Das Verzeichnis hat sich inzwischen zu einem Netzwerk ausgebaut. Durch einen Eintrag bei allesklar.de wird man ebenfalls bei Lycos, Fireball, meinestadt.de, meinestadt.msn.de sowie freenet.de, DINO-Online und T-Online eingetragen. Es ist möglich, eine Webseite für eine begrenzte Zeit kostenlos einzutragen. Danach ist der Eintrag auch hier nur noch gegen Entgelt möglich.
Darüber hinaus gibt es noch viele kleinere, regionale oder themenbezogene Webkataloge. Obwohl der Besucherzustrom durch einen Eintrag in einen dieser Kataloge nicht merklich steigt, erhält man oft qualitativ gute und starke Backlinks. Ein weiterer Vorteil dieser Verzeichnisse ist die oft sehr kurze Bearbeitungszeit. Schon innerhalb einiger Tage werden die meisten Einträge veröffentlicht. Unterscheiden muss man zwischen Katalogen mit bzw. ohne Backlinkpflicht. Letztere veröffentlichen einen Eintrag nur, wenn man seinerseits einen Gegenlink auf der eigenen Seite einfügt.
Generell sollte man abwägen, ob ein Eintrag in das jeweilige Verzeichnis wirklich sinnvoll ist. Braucht man schnell und einfach einige Backlinks, z.B. bei einer neuen Webseite, können Webkataloge bzw. Webverzeichnisse sehr hilfreich sein...
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